Fischer Haustechnik aktuell
Natürlicher Brennstoff: Heizen mit Holz
Ganzheitlich handeln – die Gegenwart als Ausgangspunkt für die Zukunft begreifen. Energetische Nachhaltigkeit ist deshalb ein Muss. Pellets erfüllen diese Forderung.
unten: Bei der Verbrennung von Holz entsteht nur so viel Kohlendioxid (CO2), wie der Baum im Laufe seines Lebens mittels Fotosynthese umgewandelt hat.
Unabhängige Energiequelle
Holz ist ein nachwachsender und planungssicherer Brennstoff. In Deutschland ist Holz in großen Mengen vorhanden und wird forstwirtschaftlich und nachhaltig genutzt. Holz zum Heizen bringt Unabhängigkeit von ausländischen Energiepreisvorgaben und stärkt die regionale Wirtschaft. Holz ist gespeicherte Sonnenenergie und somit klimaneutral in der Verbrennung. Hier wird nur so viel Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, wie der Baum, von dem das Holz stammt, im Laufe seines Lebens mittels Fotosynthese umgewandelt hat.
Natürlicher Brennstoff
Die als Brennstoff genutzen Pellets sind Presslinge, die aus naturbelassenem Restholz hergestellt werden. Das Rohmaterial – Sägespäne und Sägemehl – fällt als Überbleibsel bei der Holzverarbeitung an. Ein Kilogramm Pellets hat etwa denselben Heizwert wie ein halber Liter Heizöl.
unten: Bevor die Pellets in der Brennkammer landen, werden sie von einer motorbetriebenen Förderschnecke vom Lager zum Brennteller transportiert. Hier werden sie per Heißluftzündung angezündet. Eine Brandschutzklappe verhindert, dass der Funke zu früh überspringt. Ein Wärmetauscher in der Brennkammer kühlt die Abgase und erhitzt gleichzeitig das Heizungswasser.
Mini-Block
Eine dekorative Innovation stellen Anlagen dar, die sich einen ansehnlichen Platz in den Wohnzimmern erobern. Äußerlich näher an einer kubistischen Skulptur als an klassischen Befeuerungsanlagen bereichert beispielsweise der ivo.tec von Wodtke jeden Raum durch seine ansprechende Ästhetik.
links: Von Preisen überhäuft wurde der Wodtke ivo.tec: Seit seiner Markteinführung erhielt er nicht nur die begehrte Design Plus-Auszeichnung, sondern auch das Umweltzeichen „Der Blaue Engel“, den Internationalen Designpreis Baden-Württemberg „Focus Energy in Silber“ und wurde sogar für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2008 nominiert.
Masse mit Klasse
Moderne Pelletheizungen behaupten derzeit den größten Marktanteil bei den Heizungen mit nachwachsenden Rohstoffen. Als vollautomatische Zentralheizungen genügen sie selbst höchsten Komfortansprüchen und sind für den Wohnbereich in allen Leistungsklassen erhältlich. Die Lagerung der Holzpellets erfolgt in einem separaten, vor Feuchtigkeit geschützten Vorratsraum.
Ideal ist ein dem Brennerraum benachbarter Kellerraum. Eine Förderschnecke oder Saugeinrichtung transportiert die Pellets von dort in den Verbrennungskessel. Die Zündung erfolgt automatisch durch einen Glühstab oder ein Heißluftgebläse. Brennstoff- und Luftzufuhr werden elektronisch geregelt und sorgen damit für einen optimalen Verbrennungsvorgang. Sie erreichen eine Energieausbeute von bis zu 95 Prozent.
links: Die Pellets gelangen vollautomatisch und wohl dosiert in die Brennkammer. Wo immer die Pellets gelagert werden – im Keller, im Freien, im Pelletsilo – das System SolvisLino hat alle Beförderungsaufgaben elegant gelöst. Der Lagerraum muss nur einmal im Jahr gefüllt werden. Für den Kessel ist eine automatische Ascheauslehrung vorgesehen. Die Asche wird direkt in den angebauten Aschewagen transportiert und verdichtet. Somit ist ein staubfreier Transport zum Kompost oder zum Hausmüll garantiert.
Für Investitionen in umweltfreundliche Wärmeerzeugung gibt es Geld vom Staat:
- Der Staat heizt mit: Holz als Brennstoff wird bisher mit günstigen
7 Prozent Mehrwertsteuer gefördert. - Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm bezuschusst Maßnahmen
zur Energieeinsparung und zur Minderung des CO2-Ausstoßes in Ein- und Zweifamilienhäusern.
oben: Einen großen Einfluss auf das Brennverhalten hat der Wassergehalt des Brennstoffs. Nur trockenes Holz kann viel Wärme abgeben und umweltfreundlich verbrennen.
Feinstaub ade
Holzheizungen können Feinstaubemissionen produzieren – insbesondere bei schlechter Verbrennung. Die Verbrennung von Holz im heimischen Kamin kommt dabei besonders schlecht weg. Moderne, automatische Pelletheizungen haben dagegen sehr geringe Emissionswerte.
Weiterverwendbare Rückstände
Die bei der Verbrennung der Pellets entstehende Bio-Asche kann über den Hausmüll entsorgt oder als Dünger im eigenen Garten verwendet werden. Der Aschegehalt von Holzpellets liegt bei nur ca. 0,5 Prozent.
links: Hier läuft alles vollautomatisch: Der Pellet-Heizkessel renerVIT von Vaillant steuert die Luft- und Brennstoffzufuhr über eine Lambdasonde. Die Brennermodulation passt die Leistung automatisch an die Heizlast an und selbst die Reinigung erfolgt automatisch.
unten: Moderne Holzfeuerungsanlagen, wie hier der Scheitholzkessel ESH der Firma Rennergy, zeichnen sich durch maximale Wirkungsgrade, ausgereifte Regeltechnik und komfortable Bedienung aus.
Scheitweise gut aufgelegt
Scheitholzkessel ziehen die Wärme für die Zentralheizung aus der lang anhaltenden Glut massiver Holzscheite und das recht effizient: Ein Raummeter Buchenholz mit einem Wassergehalt von nur noch 20 Prozent entspricht in etwa der Heizleistung von 225 l Heizöl – also 2.250 kWh. Ausgereifte Regeltechnik und ein Wirkungsgrad von über 90 Prozent sorgen dabei für sehr gute Energieausbeute. Zudem sind die Systeme gut im Team: Sie lassen sich hervorragend sowohl mit Solarthermieanlagen als auch mit Gas- oder Ölheizungen kombinieren.
Leistungsstarke Scheitholzkessel erreichen in allen Lastbereichen – also auch im Teillastbetrieb – minimale Emissionen. Für maximalen Komfort sorgt neben der automatischen Reinigung des Wärmetauschers der große Füllraum, der ausreichend Platz für 0,5 m langes Scheitholz oder Grobhackgut bietet. Eine Lambdasonde, eine isolierte, hochtemperaturbeständige Glühzonenbrennkammer sowie die Regelung für Kessel, Puffer, Boiler, Heizungspumpen, Pufferlogik, Solarsteuerung und Außentemperatursteuerung sorgen für bestmögliche Energieausbeute.


