Fischer Haustechnik aktuell
Einspeisevergütung für Solarstrom: Kürzung ab Juni 2010 geplant
Berlin, Februar 2010. Die Einspeisevergütung für Solarstrom vom eigenen Hausdach wird am 1. Juni 2010 um 16 Prozent gekürzt. Ursprünglich war die Kürzung sogar zum 1. April geplant und ist nun nach massiven Einwänden der Solarbranche um zwei Monate verschoben worden.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen hatte im Januar sein Konzept zu einer außerplanmäßigen Kürzung der garantierten Einspeisevergütung für Solarstromanlagen vorgelegt. Demnach plant das Bundesumweltministerium, die Vergütungssätze, die allen Betreibern von Solarstromanlagen über 20 Jahre garantiert werden, um 15 Prozent zu kürzen.
Von der geplanten Kürzung betroffen sind alle Anlagen auf Hausdächern, die nach dem 01. Juni 2010 in Betrieb genommen werden. Betreiber, die eine typische Hausdachanlage bis zu einer Leistung von 30 kW nach dem Stichtag ans Netz anschließen, erhalten ab Juni anstatt bisher 39,14 Cent nur noch 33,27 Cent für jede Kilowattstunde. Weitere Informationen zur Einspeisevergütung und eine Übersicht über die aktuellen Vergütungssätze finden Sie unter: Einspeisevergütungen für Solarstromanlagen
Bundesumweltminister will "keine Traumrenditen garantieren."
Das Umweltministerium geht davon aus, dass jährlich etwa Module mit einer Gesamtleistung von 3.000 Magawatt installiert werden. Sofern deutlich mehr Anlagen installiert werden, sinken die Vergütungssätze ab dem kommenden Jahr weiter. Ab 3.000 Megawatt ist je 1.000 Megawatt bundesweit mehr installierter Gesamtleistung ein Abschlag von weiteren 2,5 Prozent geplant. Sollten wider Erwarten weniger als 2.500 Megawatt installiert werden, wird die Förderung 2011 um 2 Prozent leicht angehoben. Die Bundesnetzagentur wird im Oktober auf Basis der neu installierten Solarstromanlagen dann für das Jahr 2011 gültigen Vergütungssatz berechnen.
Ursache für die geplante Kürzung ist die Tatsache, dass deutlich mehr PV-Anlagen installiert worden sind, als ursprünglich vom Gesetzgeber erwartet. Die hohen Renditen für Eigenheimbesitzer, die eine Solarstromanlage betreiben, hatten einen regelrechten Boom ausgelöst. "Der Abbau der Subventionierung ist Ausdruck des Erfolgs der Photovoltaik", so Röttgen. "Wir wollen keine Traumrenditen garantieren."
Auch nach Absenkung der Einspeisevergütung können immer noch sehr ordentliche Renditen mit Solarstromanlagen erzielt werden. Wenn Sie die Installation einer solchen Anlage planen, empfehlen wir dennoch, diese so rechtzeitig zu planen, dass Sie noch vor dem 31. Mai 2010 in Betrieb genommen werden kann und Sie 20 Jahre lang von der unverminderten Einspeisevergütung profitieren.
Für Fragen zur Einspeisevergütung, zu Solarstromanlagen und zu vielen anderen Themen stehen unsere Energie-Experten gern zur Verfügung. Fordern Sie uns!


